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Vergiss Tschakka!

Das Märchen von der Mitarbeitermotivation und die ernsthafte Suche nach einer höheren Zufriedenheit.

bäcker-blog by martin bimpage
Vergiss Tschakka!

Irgendwann im Jahr, nicht selten mit Blick auf die Weihnachtszeit, kommt in vielen Unternehmen das Gefühl auf "...irgendwas für die Mitarbeiter.." tun zu wollen. Die Kreativität der Ideen ist leider meist sehr überschaubar. Weihnachtsessen, Einkaufsgutschein, Firmenfeiern sind die Klassiker, die seit Jahrzehnten hartnäckig überdauern.


Statt einmal im Jahr die Motivationsspritze herauszuholen, ist es viel ratsamer sich ernsthaft damit auseinander zu setzen, was die Mitarbeiter wirklich und vor allem regelmäßig brauchen. Das schließt eine Firmenfeier sicher nicht aus, ist dann aber eher das "Sahnehäubchen" einer mitarbeiterorientierten Firmenpolitik und vielmehr ein zusätzlicher Goodie.


Das Streben nach einer dauerhaften Grundzufriedenheit der Mitarbeiter sollte der wirkliche Antreiber sein. In Zeiten, in denen Mitarbeiter schwer zu finden sind, mehr denn je.


Wer die Motivation seiner Mitarbeiter verbessern möchte, muss zunächst einmal alles dran setzen, die Basics im Griff zu haben und das heißt: die DEMOTIVATION seiner Mitarbeitern konsequent zu vermeiden. Denn, wer die Demotivation seiner Mitarbeiter nicht verhindert, kann mit Motivation nichts erreichen.


Es bietet sich an, vor allem, die eindeutig "jobrelevanten" Punkte zu hinterfragen, wie z.B. die pünktliche/ korrekte Gehaltsabrechnung, die zur-Verfügung-Stellung von Hilfsmitteln, usw. Seien Sie kritisch mit sich selbst und setzen Sie das grüne Häkchen ("alles okay - das haben wir im Griff") nicht zu früh. Schauen Sie genau hin:


Wie ist denn der tatsächliche Prozess, wenn eine Mitarbeiterin eine neue Arbeitsbluse braucht? Und, wer zahlt diese? Oftmals ergeben sich bereits hier die ersten Ansatzpunkte. Und das aus verschiedenen Gründe, z.T. weil die Regelung nicht allen bekannt, nicht mehr zeitgemäß oder von Ausnahmen durchsetzt ist. Hinterfragen Sie alles und regeln Sie es neu und verbindlich. Abseits der internen Regelungen sollte immer auch die grundsätzliche Frage nach der Erfüllung der Grundbedürfnissen von Mitarbeitern gestellt werden. Das inkludiert auch die Frage nach der Entlohnungshöhe und des Urlaubsanspruchs, aber es ist noch sehr viel mehr. Mitarbeiter möchten als Person und mit ihren Leistungen wahrgenommen werden, sie möchten Wertschätzung/ Anerkennung, Informationen, Vertrauen und eine gute Atmosphäre.


Das ist kein psychologischer Firlefanz, sondern sollte sich im tagtäglichen Führungshandwerk wiederfinden.


Der Anfang von allem ist, die gemeinsame Akzeptanz, dass diese Dinge ernsthaft wichtig sind und nicht nur zur Anwendung kommen, weil Loben zufälligerweise in jedem kleinen 1x1 eines Führungstrainings auftaucht.


Nehmen Sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter, als Ausgangspunkt für eine Vielzahl an Aktivitäten ihrer Führungskräfte und sich selbst. Wie viel "kümmern" steckt in der täglichen Arbeit? Wie sorgen Sie für eine permanenten und guten Kommunikationsfluss? Wie wird besondere Leistung gewürdigt? Wie ist das Verhältnis im Unternehmen zwischen Kontrolle und Vertrauen? Was tun Sie für eine gute Arbeitsatmosphäre?


Machen Sie sich weniger Gedanken über ein altbackenes "Tschakka", sondern investieren Sie Zeit und Ideen für einen durchdachten Umgang mit ihren Mitarbeitern.


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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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